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Leserbrief zur Altersarmut

18.09.2019

Leserbrief des BDH-KV Fulda zur Altersarmut

Leserbrief zur Altersarmut

 Leserbrief zum Thema „Altersarmut“ in der Fuldaer Zeitung vom 12.9.2019

Die Lösungsmöglichkeit des Problems der Altersarmut ist bekannt. Da die Ursache des unzureichenden Alterseinkommens vor allem in der Riester-Reform liegt, muss diese Reform zurückgenommen werden. Wir müssen wieder zu einer lebensstandardsichernden Rente kommen, wie sie die Regierung Adenauer im Jahr 1957 geschaffen hat. Nur eine Anhebung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente kann das Problem lösen.

Während in Deutschland das Rentenniveau durch die Riester-Reform abgesenkt wurde, zeigt Österreich, dass ohne eine solche „Reform“ das Gegenteil möglich ist. Das Rentenniveau ist dort nicht nur stabil geblieben, sondern liegt auch deutlich über dem deutschen Niveau. Die durchschnittliche Altersrente liegt dort bei 1.440 Euro, in Deutschland dagegen nur bei 955 Euro. Bei Neuzugängen erhalten männliche Versicherte in Österreich 2.000 Euro, in Deutschland 1.120 Euro. Der Arbeitgeberanteil in Österreich liegt etwas höher als der für Arbeitnehmer, dennoch gibt es keinerlei Schaden in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Steigerung der Produktivität sorgt für eine demografiefeste Absicherung.

Auch für die jüngere Generation ist die Lösung über die gesetzliche Rentenversicherung weit günstiger als angenommen. Selbst wenn die Rentenbeiträge steigen, bleibt unter Berücksichtigung einer minimalen Produktivitätsentwicklung das verfügbare Einkommen der jungen Generation höher und eine Rente, die den Lebensstandard sichert, ist möglich. Die private Lösung, an der vor allem die Versicherungswirtschaft und die Banken verdienen, ist jedenfalls teurer als eine Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Alterssicherungspolitik muss sich wieder auf die Sicherung des gesetzlichen Rentenniveaus konzentrieren, denn sonst wird die Rentenversicherung zu einem Mindestsicherungssystem verkommen, bei dem viele Menschen künftig auf bedürftigkeitsgeprüfte Transfers angewiesen sein werden, was dem sozialen Frieden in unserem Lande schaden wird.

Sandra Deuter
Kreisverbandsvorsitzende
BDH Kreisverband Fulda

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

BDH-Kreisverband Lahn-Dill-Eder • Zum Schwarzen Mann 1 • 35085  Ebsdorfergrund • Tel. 06424-6740 und 0152-57089865
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